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Zentrallabor
| Leitung Diagnostisches Labor
und Mikrobiologie |
Dr. med. Dr. rer. nat. Peter Claus
Döller |
Tel.: 07071/206-414 |
E-Mail |
Das
Labor der Tropenklinik führt die wichtigsten Laboruntersuchungen
für die Diagnostik unserer stationären internistischen Patienten
durch. Die Routineuntersuchungen werden mit modernen Laborautomaten (Hämatologie,
Klinische Chemie, Gerinnung und Serologie) erbracht. Laboruntersuchungen
sind auch notfallmäßig zu jeder Zeit möglich.
Darüber hinaus ist das Labor auf die Diagnostik von Tropenkrankheiten
spezialisiert. Hierzu ist das Personal speziell geschult und kann die
Untersuchungen auf Malaria und invasive Amöbenerkrankungen zu jeder
Tages- und Nachtzeit durchführen. Das Untersuchungsspektrum umfasst
in erster Linie die parasitologische Diagnostik. Bei der virologischen
Diagnostik arbeiten wir zum Teil eng mit anderen spezialisierten Laboratorien
zusammen. Durch ein eigenes mikrobiologisches (bakteriologisches) Labor
sind wir in der Lage sehr rasch bakteriell bedingte Infektionskrankheiten
zu diagnostizieren, insbesondere darmpathogene Erreger, Typhus- und Paratyphus-Erreger
und andere. Manche dieser Erreger sind sehr labil und würden einen
Probentransport nicht unbedingt überleben. Daher sind dem Labor eigene
Toiletten angegliedert, so daß das abgegebene Untersuchungsmaterial
ohne Zeitverzögerung noch warm untersucht werden kann. Das mikrobiologische
(bakteriologische) Labor ist als S 2 Labor zugelassen und der Laborleiter
besitzt die Umgangsermächtigung des Regierungspräsidiums mit
Erregern der Risikogruppe II arbeiten zu dürfen.
Die sicherlich wichtigste tropenmedizinische Laboruntersuchung stellt
die Malariadiagnostik dar. Da eine Malaria tropica eine potenziell tödliche
Erkrankung darstellt und eine Verzögerung der Malariadiagnostik und
damit auch eine Verzögerung der Therapie einer Malaria für den
Patienten erhebliche Nachteile haben kann, wird diese rund um die Uhr
durchgeführt. Pro Jahr werden ca. 1.400 Untersuchungen auf Malariaparasiten
durchgeführt. In 100-150 Fällen wird eine positive Malariadiagnose
gestellt.
Einige der Mitarbeiterinnen unterrichten die Labordiagnostik von Tropenkrankheiten
auch im Rahmen eines Kurses "Labordiagnostik in der Tropenmedizin",
welche vom DIfÄM zweimal pro Jahr veranstaltet wird.
Im Rahmen der Qualitätssicherung beteiligt sich das Labor regelmäßig
erfolgreich an verschiedenen Ringversuchen.
Hinweise zur Malariadiagnostik
Empfohlen wird die Einsendung von EDTA-Blut und gleichzeitig von Blutausstrichen
auf Objektträgern. Es empfiehlt sich, je einen dünnen und einen
dicken Blutausstrich ("dicken Tropfen") einzusenden. Jeder Blutausstrich
und jede Blutprobe sind mit Name, Vorname, Geburtsdatum, Abnahme Datum
und-Uhrzeit zu kennzeichnen. Die Ausstriche müssen an der Luft getrocknet
werden. Nach Trocknung sind diese Objektträger so schnell wie möglich
in das Labor zu bringen, ggf. mit Taxi oder Eilzustellung. Liegen bereits
gefärbte Objektträger vor, sollten diese zusätzlich mit
eingesandt werden.
In Notfällen werden diese Untersuchungen zu jeder Tages- und Nachtzeit
durchgeführt. Bitte vorher Kontakt mit dem diensthabenden Arzt unter
der Telefonnummer 07071/2060 aufnehmen.
Serologische Untersuchungen auf Malaria
sind für die Akutdiagnostik ungeeignet (evtl. telefonische Rücksprache)!
| Herstellung der Blutausstriche: |
Dünner Blutausstrich wie für
Differentialblutbild, nur etwas dünner. Dicker Blutausstrich
("dicker Tropfen"): 2 bis 3 Tropfen Blut auf einen Objektträger
geben und mit der Ecke eines anderen Objektträgers etwa auf
die Fläche eines Cents ausbreiten. Der dicke Blutausstrich
sollte nicht zu dünn und nicht zu dick sein. Gedruckte Schrift
sollte gerade noch erkennbar sein. Präparat gut trocknen lassen!
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Hinweise zur Stuhluntersuchung
Eine
erfolgreiche Stuhluntersuchung ist von der Frische des Stuhls abhängig.
Der Stuhl sollte daher möglichst unmittelbar vor der Laboruntersuchung
frisch abgesetzt werden. Hierzu stehen Labortoiletten zur Verfügung.
Für manche Untersuchungen (Anreicherungsverfahren) ist auch eine
größere Menge Stuhl notwendig. Daher ist die Untersuchung von
eingesandtem Stuhlmaterial nur ein schlechter Kompromiss. Wird jedoch
Stuhl zur Untersuchung eingeschickt, sollte Folgendes beachtet werden.:
Es sollten zwei Stuhlröhrchen
eingeschickt werden. Ein Röhrchen enthält eine Konservierungsflüssigkeit,
das andere ist leer. Das leere Röhrchen wird zu ca. der Hälfte
gefüllt und gut verschraubt. Das Röhrchen mit der Konservierungsflüssigkeit
ist bereits bis zum dritten Teilstrich gefüllt. Hierzu sollte Stuhl
gegeben werden bis es zum vierten Teilstrich gefüllt ist. Das Röhrchen
wird fest verschraubt und geschüttelt, dass sich der Stuhl mit dem
Konservierungsmittel mischt. Beide Röhrchen werden in Versandbehältern
und den entsprechenden Versandbeuteln verschickt. Versandgefäße
können von uns angefordert werden.
Eine bakteriologische Stuhluntersuchung ist nur aus
nicht konservierten Stuhl möglich!
Spezielle Anreicherungsmethoden, z.B. auf Schistosomeneier
oder Strongyloideslarven sind nur sinnvoll, wenn die Patienten Stuhl frisch
bei uns abgeben können.
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