FORT- UND WEITERBILDUNG

MIT KOMPETENZ UND NÄCHSTENLIEBE

Wo keine vollständige Heilung möglich ist, kann der Pflegedienst zumindest wesentlich dazu beitragen, mit einer Krankheit zu leben und durch geeignete Angebote zur Nachsorge Erleichterung und Hilfe zur Bewältigung der Situation bieten. Den Patienten nicht allein zu lassen, ihm sensibel beizustehen, seinen Lebensweg in Würde und Frieden zu gehen, ist ein verantwortungsvoller Auftrag. Damit die Pflegenden diesem Anspruch gerecht werden können, bietet die Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus umfassende innerbetriebliche Fortbildungsmöglichkeiten und Supervisionen an.

Unsere Mitarbeiter sind für uns die wichtigste Ressource mit ihrer Kompetenz und ihrem Engagement. Aus diesem Grund sind wir stets bemüht, höchste Qualität in der Ausbildung sowie eine gezielte und umfassende Fort- und Weiterbildung für alle unsere Mitarbeiter zu gewährleisten. Außerdem ist uns die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ein wichtiges Anliegen.

WEITERBILDUNGSERMÄCHTIGUNGEN FÜR ÄRZTE

Mit einer Spezialisierung auf medizinische Fachgebiete wie „Klinische Geriatrie“, „Palliativmedizin“, „Schmerztherapie“, „Tropenmedizin“ und „Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie“ verfügt unser Krankenhaus über folgende Weiterbildungsermächtigungen der Ärztekammer:
•Innere Medizin: 3 Jahre
•Klinische Geriatrie: 18 Monate
•Palliativmedizin: 12 Monate
•Spezielle Schmerztherapie: 6 Monate
•Tropenmedizin: 1 Jahr
•Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie: 1 Jahr
Kontakt: Ärztliches Sekretariat, Tel. 07071/206-412
E-Mail: info@tropenklinik.de www.tropenklinik.de

Famulatur für Medizinstudierende:
Informationen im Ärztlichen Sekretariat: Tel. 07071/ 206-412

FORT- UND WEITERBILDUNG IN DER PFLEGE

Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeitenden hat an unserer Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus einen bedeutenden Stellenwert. Wir bilden unsere Mitarbeitenden laufend in ihren speziellen Fachgebieten weiter, um eine Versorgung der Patienten nach neuesten Erkenntnissen und in höchster Qualität sicherzustellen.

Altersmedizin/Akutgeriatrie

Die vom Bundesverband Geriatrie entwickelte Fortbildung „Zertifiziertes Curriculum Geriatrie“ (kurz „Zercur“) wurde von vielen unserer Pflegekräfte erfolgreich abgeschlossen. In unserer altersmedizinischen (akutgeriatrischen) Fachabteilung wird der von Experten erarbeitete Standard zur Vorbeugung von Stürzen eingeführt und nach Schulung aller Mitarbeitenden im ganzen Haus bestimmend sein. Fortbildungen zur Versorgung und Förderung beispielsweise von Schlaganfallpatienten wurden von Mitarbeitenden in der Therapie und in der Pflege wahrgenommen, ebenso zur Behandlung von Schluck- und Sprechstörungen. Die Zusatzqualifikation zur „Wundmanagerin“ haben zwei unserer Pflegefachkräfte. Zur Behandlung und Betreuung demenzkranker Patienten und Patientinnen haben Mitarbeitende aus dem Ärztlichen Dienst, der Pflege und der Sozial- und Pflegeberatung spezialisierte Kenntnisse erworben. Das Bobath-Konzept ist das weltweit in allen therapeutischen und pflegerischen Bereichen erfolgreich angewandte Konzept zur Rehabilitation von Menschen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die mit Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen und Spastik einhergehen. Auch auf diesem Gebiet werden Fortbildungen durchgeführt. Vier unserer Fachärzte verfügen über die Zusatzqualifikation „Geriatrie“.

Palliativmedizin

Die Teamkompetenz in der Palliativversorgung ist aufs Beste gewährleistet. Die Zusatzqualifikation „Palliative Care“ nach der Absolvierung einer zweijährigen Weiterbildung in der onkologischen Pflege haben zwei Pflegefachkräfte des Fachbereichs Palliativmedizin. Zusätzliche Befähigungen im Schmerzmanagement berechtigen mehrere unserer Pflegekräfte, den Titel „Pain Nurse“ zu tragen. Zudem wurde der Expertenstandard „Schmerzmanagement“ auf allen Stationen geschult und umgesetzt. Fünf Fachärzte unserer Klinik haben eine Zusatzqualifikation in „Palliativmedizin“.
Unseren Fachkräften ist es ein Anliegen, ihr Wissen auch an pflegende Angehörige weiterzugeben. Zur Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase bieten wir Ihnen die Fortbildung „Palliative Praxis“ an. Zur Unterstützung von Patienten in der letzten Lebensphase und zur Trauerbegleitung haben sich Mitarbeitende darüber hinaus weitergebildet.

Tropenmedizin

Das diagnostische tropenmedizinische Labor bietet höchsten Qualitätsstandard und Fortbildungen zu Hautkrebsscreening und Impfmanagement. Über die ärztliche Zusatzqualifikation „Tropenmedizin“ verfügen vier Fachärzte unserer Klinik.

FORTBILDUNGSSEMINAR

„Palliative Praxis“

Wie können Menschen in der letzten Lebensphase bestmöglich begleitet werden? Darum geht es in der Fortbildung „Palliative Praxis“, die von der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus angeboten wird. Dieser fünftägige zertifizierte Kurs, nach dem Curriculum der Robert-Bosch- Stiftung richtet sich an Pflegende und andere Berufsgruppen, die in stationären Einrichtungen oder ambulant arbeiten. Die palliative Betreuung von Menschen mit nicht heilbaren Erkrankungen und insbesondere Menschen mit Demenz stellt eine besondere Herausforderung an die Begleitenden dar. Da Demenzkranke die größte Gruppe unter den Bewohnern/-innen von Altenpflegeeinrichtungen und auch in der ambulanten Versorgung sowie im Krankenhaus bilden, sind Pflegende und andere Berufsgruppen immer mehr mit den speziellen Anforderungen der Pflege von zum Teil hochbetagten Menschen in der letzten Lebensphase konfrontiert.

Regina Michaletz-Stolz, Krankenschwester und Palliative Care Fachkraft sagt: „In der Fortbildung vermitteln wir Basiswissen. Unser Ziel ist es, palliative Betreuung vor Ort zu ermöglichen.“ Der Kurs wird nach einem Curriculum der Robert-Bosch-Stiftung durchgeführt, der anhand einer im Seminar zu erarbeitenden Fallgeschichte die wichtigen Gesichtspunkte einer palliativen Versorgung am Lebensende aufnimmt. Das sind u. a. Pflegeanamnese, Bedeutung der Biographie, Pflege- und Therapieplan in der Palliativbetreuung, Kontrolle quälender Symptome, Patientenwille, Schmerzmanagement, Abschied und Trauer. Dabei werden die Erfahrungen und das Wissen der Teilnehmenden durch eine Vielfalt von Methoden in kreativer Weise mit einbezogen. Die Robert-Bosch-Stiftung stellt ein Zertifikat für die abgeschlossene Fortbildung aus.

Die Referentinnen Regina Michaletz-Stolz und Sigrid Neher sind Mitarbeiterinnen der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus in Tübingen und Moderatorinnen für Palliative Praxis.
Veranstaltungsort: Haus Albblick der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus
Anmeldung unter www.difäm.de