FORT- UND WEITERBILDUNG IN DER PFLEGE

VERANTWORTUNGSVOLLE PFLEGE

Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeitenden hat an unserer Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus einen bedeutenden Stellenwert. Wir bilden unsere Mitarbeitenden laufend in ihren speziellen Fachgebieten weiter, um eine Versorgung der Patienten nach neuesten Erkenntnissen und in höchster Qualität sicherzustellen.
Wo keine vollständige Heilung möglich ist, kann der Pflegedienst zumindest wesentlich dazu beitragen, mit einer Krankheit zu leben und durch geeignete Angebote zur Nachsorge Erleichterung und Hilfe zur Bewältigung der Situation bieten. Den Patienten nicht allein zu lassen, ihm sensibel beizustehen, seinen Lebensweg in Würde und Frieden zu gehen, ist ein verantwortungsvoller Auftrag. Damit die Pflegenden diesem Anspruch gerecht werden können, bietet die Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus umfassende innerbetriebliche Fortbildungsmöglichkeiten und Supervisionen an.
Allen Mitarbeitenden der Pflege steht das multimediale Fortbildungsprogramm"Certified Nursing Education" zur Verfügung, das vielfältige Möglichkeiten der kontinuierlichen Qualifizierung beinhaltet.

Altersmedizin in der Pflege

Die vom Bundesverband Geriatrie entwickelte Fortbildung „Zertifiziertes Curriculum Geriatrie“ (kurz „Zercur“) wurde von vielen unserer Pflegekräfte erfolgreich abgeschlossen. In unserer altersmedizinischen (akutgeriatrischen) Fachabteilung wurde der von Experten erarbeitete Standard zur Vorbeugung von Stürzen eingeführt und nach Schulung aller Mitarbeitenden im ganzen Haus umgesetzt. Fortbildungen zur Versorgung und Förderung beispielsweise von Schlaganfallpatienten wurden von Mitarbeitenden in der Therapie und in der Pflege wahrgenommen, ebenso zur Behandlung von Schluck- und Sprechstörungen. Die Zusatzqualifikation zur „Wundmanagerin“ haben zwei unserer Pflegefachkräfte. Zur Behandlung und Betreuung demenzkranker Patienten und Patientinnen haben Mitarbeitende aus dem Ärztlichen Dienst, der Pflege und der Sozial- und Pflegeberatung spezialisierte Kenntnisse erworben. Das Bobath-Konzept ist das weltweit in allen therapeutischen und pflegerischen Bereichen erfolgreich angewandte Konzept zur Rehabilitation von Menschen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die mit Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen und Spastik einhergehen. Auch auf diesem Gebiet werden Fortbildungen durchgeführt. Vier unserer Fachärzte verfügen über die Zusatzqualifikation „Geriatrie“.

Palliative Care

Die Teamkompetenz in der Palliativversorgung ist aufs Beste gewährleistet.
Die Zusatzqualifikation „Palliative Care“ besitzen
acht Pflegefachkräfte unseres Hauses.
Die 40 stündige Fortbildung „Palliative Praxis“ haben neun Pflegekräfte absolviert. Zusätzliche Befähigungen im Schmerzmanagement berechtigen fünf unserer Pflegekräfte, den Titel „Pain Nurse“ zu tragen. Zudem wurde der Expertenstandard „Schmerzmanagement“ auf allen Stationen geschult und umgesetzt. Fünf Fachärzte unserer Klinik haben eine Zusatzqualifikation in „Palliativmedizin“.
Unseren Fachkräften ist es ein Anliegen, ihr Wissen auch an pflegende Angehörige weiterzugeben. Zur Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase bieten wir Ihnen die Fortbildung „Palliative Praxis“ an. Zur Unterstützung von Patienten in der letzten Lebensphase und zur Trauerbegleitung haben sich Mitarbeitende darüber hinaus weitergebildet.

FORTBILDUNGSSEMINAR

„Palliative Praxis“

Wie können Menschen in der letzten Lebensphase bestmöglich begleitet werden? Darum geht es in der Fortbildung „Palliative Praxis“, die von der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus angeboten wird. Dieser fünftägige zertifizierte Kurs, nach dem Curriculum der Robert-Bosch- Stiftung richtet sich an Pflegende und andere Berufsgruppen, die in stationären Einrichtungen oder ambulant arbeiten. Die palliative Betreuung von Menschen mit nicht heilbaren Erkrankungen und insbesondere Menschen mit Demenz stellt eine besondere Herausforderung an die Begleitenden dar. Da Demenzkranke die größte Gruppe unter den Bewohnern/-innen von Altenpflegeeinrichtungen und auch in der ambulanten Versorgung sowie im Krankenhaus bilden, sind Pflegende und andere Berufsgruppen immer mehr mit den speziellen Anforderungen der Pflege von zum Teil hochbetagten Menschen in der letzten Lebensphase konfrontiert.

Fachbereichsleiterin des Palliativteams Sigrid Neher, Krankenschwester und Palliative Care Fachkraft sagt: „In der Fortbildung vermitteln wir Basiswissen. Unser Ziel ist es, palliative Betreuung vor Ort zu ermöglichen.“ Der Kurs wird nach einem Curriculum der Robert-Bosch-Stiftung durchgeführt, der anhand einer im Seminar zu erarbeitenden Fallgeschichte die wichtigen Gesichtspunkte einer palliativen Versorgung am Lebensende aufnimmt. Das sind u. a. Pflegeanamnese, Bedeutung der Biographie, Pflege- und Therapieplan in der Palliativbetreuung, Kontrolle quälender Symptome, Patientenwille, Schmerzmanagement, Abschied und Trauer. Dabei werden die Erfahrungen und das Wissen der Teilnehmenden durch eine Vielfalt von Methoden in kreativer Weise mit einbezogen. Die Robert-Bosch-Stiftung stellt ein Zertifikat für die abgeschlossene Fortbildung aus.
Weitere Informationen unter michaletz-stolz(at)tropenklinik.de.

Die Referentinnen Regina Michaletz-Stolz und Sigrid Neher sind Palliative Care Fachkräfte der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus in Tübingen und Moderatorinnen für Palliative Praxis.
Veranstaltungsort: Haus Albblick, Gästehaus der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus, Anmeldung: Fortbildungsseminar Palliative Praxis.