GESCHICHTE

Tradition und Kompetenz

Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus: Der Name unserer Klinik geht zurück auf den Stuttgarter Unternehmer Dr. h.c. Paul Lechler (1849 – 1925). Als sozial engagierter Protestant setzte Paul Lechler seine vielfältigen Begabungen und finanziellen Mittel für Bedürftige ein. Ein ganz besonderes Anliegen war ihm die weltweite christliche Gesundheitsarbeit.

Mit der Gründung des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission im Jahre 1906 – dem späteren Klinikträger – waren folgende Ziele verbunden: die Anliegen der Ärztlichen Mission in Deutschland bekannter zu machen und zu fördern, in Übersee arbeitende medizinische Fachkräfte zu unterstützen sowie Missionare und medizinisches Personal in der Tropenmedizin auszubilden.
Im Jahr 1909 erhielt Paul Lechler in Anerkennung seiner Bemühungen um das Difäm den "doctor honoris causa" der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen.

1906

Auf seine Initiative hin und mit seiner Unterstützung wurde im Jahr 1906 das Difäm – Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V. gegründet, auch heute noch Träger der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus in Tübingen.

1916

Die wachsende Zahl kranker Tropenrückkehrer führte – wiederum mit wesentlicher Förderung durch Paul Lechler – zur Gründung des „Tropengenesungsheims“, das 1916 auf der Eberhardshöhe in Tübingen eingeweiht und bald zur zentralen Einrichtung für Tropenmedizin wurde.

1931

Erstmalig wurden auch „Erholungsbedürftige“ aus dem Raum Tübingen aufgenommen. In den Folgejahren gewann die allgemeine medizinische und internistische Versorgung zunehmend an Bedeutung.

1954

Die ärztliche Leitung übernahm ein Internist und Tropenmediziner. Beide Bereiche prägten die Arbeit der Folgejahre. 1959 wurde der Umbau zum 100-Betten-Krankenhaus abgeschlossen. In den Jahren danach folgte der Ausbau der Tropenmedizinischen Ambulanz.

1979

Seit 1979 versteht sich die Klinik als Fachkrankenhaus für Tropenmedizin, Innere Medizin und Altersmedizin/Geriatrie. Die Palliativmedizin, d.h. die Behandlung schwerkranker Patienten wie auch ihre Begleitung bis zum Tode, entwickelte sich zu einem weiteren Spezialbereich.

1991

Mit Unterstützung durch die Robert-Bosch-Stiftung und den Krebsverband BW startete das Tübinger Projekt 1991 bundesweit als 1. ambulanter Palliativdienst. Inzwischen ist es ein etablierter Palliativdienst zur häuslichen Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen.

1994

Die Klinik wird Mitglied des Geriatrischen Zentrums am Universitätsklinikum Tübingen. Im interdisziplinären Team wird die Behandlung geriatrischer Patienten durch Physio-, Ergo- und Musiktherapie, Logopädie, Psychologie und Sozial- und Pflegeberatung kompetent ergänzt.

2004

Als Kompetenzzentrum für Altersmedizin wird die Klinik Mitglied im Bundesverband Geriatrie und entwickelt sich als angesehene Einrichtung im Kreis Tübingen zu einem Akutkrankenhaus für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Altersmedizin, Palliativmedizin und Schmerztherapie.

2011

Die Klinik verfügt heute über alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, die für eine ganzheitliche Versorgung und Zuwendung notwendig sind. Eine besondere Rolle spielt die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung in der Behandlung älterer Menschen.

2017

Fertigstellung und Bezug des Klinik-Neubaus